Zimmer renovieren

Notiz an mich selbst, also von einem Laien an einen Laien:

Ein schnelles Zimmer-Renovieren-How to. Mit Trockenbau und Malerarbeiten.

Planung

Erstens, pro Arbeitsgang einen Tag einplanen. Also:

Trockenbau verlegen 1-2 Tage. 

Spachteln, Trocknen, Schleifen 2 Tage und hierfür 2-3 Wiederholungen einplanen.

Abkleben und erster Anstrich ein Tag, trocknen lassen, zweiter Anstrich. Nach dem ersten Anstrich werden mitunter auch noch Problemstellen vom Spachteln sichtbar, was ggfs. nochmal einen Tag Gipsen und Trocknen kostet.

Gut geeignet sind Japan-Spachtel, die praktisch nur aus aus einem Metallblatt bestehen. 

Für große Flächen einen breiten Flächenspachtel nehmen. 

Auf rostfreies Werkzeug achten, sonst rosten die Spachtel nach der Reinigung.

Gips, der schon ein paar Mal über die Wand/Decke verstrichen wurde, sollte vom Spachtel entfernt werden. Da sind sonst kleine Stückchen drin, die Riefen hinterlassen.

Neuen Gips nur mit komplett glattem Spachtel aufnehmen. Dazu den einen Spachtel mit dem Zweiten reinigen.

Ein Spachtel sollte immer den Hohlraum zwischen seinen Blatt-Außenseiten verfüllen, also quasi, als ob man ein ganz leichtes U verfüllt und dazu oben auf dem U aufsetzt.

Beim Verlegen von Trockenbauplatten sollte man:

Darauf achten, dass die Platten mit der dünner werdenden Seite nicht zur Wand zeigen (sofern man dabei ist, die Decke neu zu gestalten - ist es die Wand, nach oben zur Decke mit der dicken Seite abschließen). Macht das Spachteln in den Winkeln einfacher.

Bei Kanten einen Kantenschutz einarbeiten. Bei Alu-Profilen darauf achten, dass diese nicht verbiegen, was sehr schnell passiert ist.

Über den Stößen der Platten Gewebe einbringen um spätere Risse an den Fugen zu vermeiden. Oder Gips kaufen, bei dem das nicht nötig ist. Werde später mal berichten, ob das mit dem Super-Gips funktioniert hat...

2-3 Spachtel- und Schleifgänge sind eigentlich immer nötig. Der Gips muss dabei über Nacht trocknen.

Fertig gespachtelte und geschliffene Stellen am besten grundieren, die Pappe der Regips-Platten auch.


Bei Malerarbeiten:

Gute Idee: Decke immer reinweiß, Wände mindestens leicht abgetönt, also Eierschalen-Weiß oder Farbe.

Insbesondere, wenn man nur kleine 2,5 L Farbtöpfe hat benötigt man ein Abstreifgitter in der Breite der größten zu verwendenden Rolle! Beim Einkauf dran denken...

Malerwerkzeug ist teuer. Eine Plastiktüte über der Abstreifwanne sorgt dafür, dass man sie problemlos wiederverwenden kann.

Beschneiden = die Ecken zuerst umrahmen

Die Beschneiderolle kommt nicht ganz in die Ecken aufeinandertreffender Wände und Decke. Hierfür einen kleinen Pinsel mit festen Borsten mitkaufen. Nicht die Schaumstoffrolle nutzen! Damit malt man dann immer doch die Decke an!

Nie noch feuchten Gips übermalen, der reißt aus! Der Gips sollte komplett trocken sein!

Die Ecken z.B. zur Decke hin mit einer Beschneiderolle zuerst anstreichen. 

Vom vorigen Auswaschen noch feuchte Malerrollen lassen die Farbe mitunter nicht richtig decken. Rollen gut trocknen lassen oder Zweitrolle nutzen, wenn z.B. unterschiedliche Farben in einem Gang aufgebracht werden sollen. 

Dies gilt insbesondere für Beschneiderollen! Sind die seitlichen Borsten feucht, verläuft die Farbe und es gibt keine saubere Linie!

Überstehende Kanten zum Beispiel am Fenstersturz mit einer Schaumstoffrolle beschneiden. Normale Rollen erzeugen vergleichsweise ausgefranste Ränder.

Für scharfe Farbkanten die Kante mit Malerkrepp abkleben und die Seite des Krepps zur zu bemalenden Fläche mit Acryl dünn abdichten. Kein Silikon nehmen! Acryl mit dem Latexhandschuh verstreichen. Nach dem ersten Anstrich, solange das Silikon noch nicht ganz durchgetrocknet ist, Malerkrepp zur unbemalten Seite hin abziehen.



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