Gardena Rasenmähroboter R50Li

Eigentlich waren nur 50% unseres Haushalts für einen Rasenmähroboter. Da ich guten Angeboten aber nicht wiederstehen kann, habe ich 2017 bereits einen Gardena R50Li erworben. Erst jetzt im Frühsommer 2018 bin ich dazu gekommen, ihn auch zu installieren.

Worauf achte ich beim Rasenmähroboter-Kauf? 



Warum den R50Li?

Weil viele andere Anbieter zu dem Zeitpunkt und heute, im Juli 2018 auch Gardena, zu online-Rasenmährobotern gewechselt haben. Ich wollte unbedingt einen offline-Mäher. Man sollte sich da auch genau vorab informieren: Manche Roboter lassen sich gar nicht betreiben, wenn Sie nicht ständig im WLAN online gehen können. Bei Worx soll das der Fall sein, so sagte mir ein Baumarktmitarbeiter.

Always online? Ein Rasenmäher? Weil Rasenmäherhersteller bekanntlich besondere Kompetenzen mit im Internet exponierten Geräten haben? Nein danke, mir ist schon schlecht.

Hinzu kommt, dass Online sein ein WLAN im Garten voraussetzt. Und das ist bei mir nicht vorhanden. Eine weitere nichtsnutzige Spionage-App sollte auch nicht aufs Handy müssen. Nein, ein Zusatzinvest für einen wasserfesten Access Point wäre auch nicht infrage gekommen. Geschweige denn die Mühen, dass dann alles gegen Hacker von außen abzusichern. Das wollte ich unbedingt vermeiden.

Also den Gardena R50Li gekauft, der seinerzeit für 700 € im Angebot war. Und noch keinerlei Online-Funktionalität hat. Bevor sie alle Online-Funktionalität erfordern!

Ansonsten hatte ich keinerlei Erfahrung mit den Robotern, weshalb es letztlich auch so lange gedauert hat, bis alles installiert war. In der viele Seiten langen Anleitung steht alles Mögliche, was nicht alles zu beachten wäre. Bestimmte Abstände des Begrenzungskabels zur Ladestation, meterweit freie Flächen links und rechts davon, gleichzeitig bloß nicht zu sonnig und bloß trocken. Mal eben Kabel auslegen ist auch nicht, weil man glaubt einen wissenschaftlichen Plan erarbeiten zu müssen, wie die optimale Verlegung denn aussehen muss, damit überhaupt was funktioniert, zum Schluss.

Alles Humbug!

Wichtig ist: ein Dach über der Ladestation. Originalzubehör oder selbst gebaut ist egal, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Ladestation und Roboter nach mehreren Sommern ohne Schutz nicht leiden werden.

Zum Beispiel der Platz, den man rechts und links von der Ladestation angeblich unbedingt benötigt, ist aber wesentlich weniger großzügig zu bemessen, als angegeben.

Vielmehr sollte nach vorne heraus, wo entlängs das Leitkabel von/zur Ladestation verlegt wird, ein nicht zu verwinkeltes Geläuf herrschen. Der R50Li fährt in unterschiedlichen Abständen links vom Kabel auf die Ladestation zu, wenn er nach Hause kommt. Sollte es aber eng werden, korrigiert er seine Position auch und schafft es trotzdem. Das habe ich an temporären Absperrungen gemerkt, die ich wegen Neuansaat von Rasenfläche gesetzt hatte.

Unter dem Strich würde ich empfehlen, ein Demosetup mit oberirdisch verlegten Kabeln aufzusetzen, um ein Gefühl für das Tun des neuen Robos zu bekommen. Das gilt herstellerunabhängig. In so einem Setup kann man auch ganz gut mit Abständen herumprobieren.

Wenn man dann soweit ist, würde ich wiederum dazu raten, die Kabel zu verbuddeln. Und zwar zumindest auf der Rasenfläche eher tief, da man ansonsten schon beim Harken das Kabel wieder herauszieht. Von spielenden Kindern und anderen Gefahren nicht zu reden.

Wichtig ist auch halbwegs festes Erdreich. Weiche frische Erde führt dazu, dass sich der Roboter eingräbt, bzw. er die Erde umgräbt und dann kein Rasen wachsen wird. Insbesondere an Rändern und Stellen, wo er beim Drehen irgendwo ein wenig hängen bleiben kann, kann das passieren.

Um temporäre Ausgrenzungen zu schaffen, z.B. für Bereiche mit neuer Rasensaat, empfehlen sich einfache Latten, die mit zersägten Gewindestangen im Boden fixiert werden. Die Gewindestangen können auch einzeln gesteckt werden, um einen Wendepunkt für den Roboter zu schaffen. Hauptsache, er passt nicht durch die Lücken zwischen den Stangen.

Die Gewindestangen in 0,6 cm Dicke sind ausreichend und gibt es mit 1 m Länge für ca. 0,70 € Cent in Baumäkten. Daraus kann man 5 Stücke á 20 cm flexen, die man mit einem Gummihammer einfach in das Erdreich kloppt.

Diese Erfahrungswerte und mehr sind in folgendem Video zusammengefasst, weshalb ich hier auch gar nicht viel mehr schreiben will.

Mein Fazit zu Mährobotern

Ich bin total begeistert! Es ist gar nicht so sehr die Arbeit, die man spart und dass man immer kurzgemähten Rasen hat. Nicht zu unterschätzen ist die Tatsache, dass man das Schnittgut nicht mehr lästig leeren muss und einen Platz benötigt, wo es hin kann. Hier, mitten in der Stadt, kann man es nicht mal eben um die Ecke auf's Feld werfen. Und die Biotonne wird nur alle 14 Tage geleert und ist schon immer mit Schnittgut von der Hecke voll. Das die Sorge jetzt wegfällt, ist noch bald das Beste.

Und: Rasenmähroboter sind wie Aquarien! Es ist seltsam entspannend, ihnen die ganze Zeit zuzugucken :-)


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